Herzinfarkt durch fehlerhafte Behandlung, Landgericht Würzburg 11 O 2283/13

Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:

Der Kläger wurde längere Zeit medikamentös behandelt, trotz der Behandlung kam es dann jedoch plötzlich zu einem Herzinfarkt.

Der gerichtliche Sachverständige stellt in seinem schriftlichen Gutachten wiederholt klar dar, dass der Beklagte zu 1) eine fehlerhafte Behandlung durchgeführt hat. Festzuhalten war, dass die kontraindizierte Verabreichung der Medikamente (Amitriptylin), ohne ausreichen kardiologische Befundung, einen groben Behandlungsfehler darstellt.
Die gegensätzliche Stellungnahme der Privatgutachterin der Beklagten konnte diese Einschätzung nicht ändern. Dass sah die Arzthaftungskammer des LG Würzburg ebenso und schlug den Parteien einen Vergleich bei einem 6-stellinge Gegenstandswert vor, den diese akzeptierten.

4.150 Euro nach nicht indizierter Operationserweiterung

Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Aufklärungsfehler

Bei einer Hallux Rigidus Operation wurde eine nicht indizierte Behandlung ohne erforderliche Einwilligung des Patienten durchgeführt. Dabei kam es zu einer Verletzung der Sehnen am Fuß und zu einer teilweisen Taubheit. Der Mandant war beim Laufen und Treppensteigen beeinträchtigt.

Nach kurzen Verhandlung mit der Gegenseite konnte für den Mandanten eine Vergleichszahlung in Höhe von 4.150 Euro erreicht werden.

27.000,- Euro, Klemme nach Laparoskopie im Bauchraum vergessen

Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:

Nach einer Operation im Bauchbereich wurde bei unserer Mandantin eine große medizinische Klammer vergessen. Es handelte sich hierbei um ein sogenanntes vollbeherrschbares Risiko, da dies nicht vorrangig aus den Eigenheiten des menschlichen Organismus erwächst, sondern aus einem Bereich stammt, dessen Gefahren ärztlicherseits voll ausgeschlossen werden können.

Bei der Mandantin musste eine weitere Operation zur Entfernung der Klemme durchgeführt werden, dabei kam es zu schwerwiegenden Komplikationen (Platzbauch, etc.). Zudem musste die Chemotherapie ausgesetzt werden, was zu unvorhergesehenen Folgen für die Krebserkrankung führen kann.

Fachanwalt für Medizinrecht und Fachanwalt für Versicherungsrecht Florian Friese hat nach längeren außergerichtlich Verhandlungen eine Vergleichszahlung in Höhe von 27.000 Euro erreichen können.

12.000 Euro nach fehlerhafter Aufrechterhaltung der Blutleere

Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:

Unsere Mandantin wurde wegen eines in das umgebende Nagelbett eingewachsenen Fingernagels operativ behandelt. Zur Aufrechterhaltung der Blutleere im Finger wurde dem betroffenen Finger ein kurzer Gummischlauch angezogen. Der gegnerische Arzt entfernte nach der Operation behandlungsfehlerhaft den Gummischlauch nicht wieder.

Als Folge des Behandlungsfehlers sind mehr als zwei Drittel des Mittelfingers unserer Mandantin vollständig taub. Zudem ist die Grob- und Feinmotorik der betroffenen Hand beeinträchtigt.

Herr Rechtsanwalt Freihöfer erreichte, dass die gegnerische Haftpflichtversicherung in dieser Angelegenheit eine Entschädigungszahlung in Höhe von 12.000,- Euro an die Patientin zahlte.

Versicherungsrecht – Krankenversicherung – Leistungsablehnung

Amtsgericht München – 173 C 29309/14

Die private Krankenversicherung unseres Mandanten verweigerte die Erstattung für von ihm in Anspruch genommene Behandlungen (Krankengymnastik und manuelle Therapie) zur Linderung seiner chronischen Rückenschmerzen.

Das Amtsgericht München folgte unseren Ausführungen hinsichtlich der medizinischen Indikation und verurteilte die verklagte private Krankenversicherung zur vollständigen Zahlung.

30.000 Euro nach nicht indizierter Knie-Operation; Landgericht Hannover – 19 O 275/13

Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:

Bei der Klägerin wurde im Rahmen einer Knieoperation eine Schlittenprothese implantiert, obwohl dies nach Ansicht des gerichtlichen Sachverständigen aufgrund der fortgeschrittenen Verschleißerkrankung nicht indiziert war. Die Operation wurde insgesamt grob fehlerhaft ausgeführt, was in der Folge zu erheblichen Gesundheitsschäden bei der Patientin führte.

Der Klägervertreter, Herr Rechtsanwalt Freihöfer, einigte sich im Gerichtsverfahren mit dem beklagten Operateur auf eine Entschädigungszahlung in Höhe von 30.000,- Euro für die Patientin.

509.100 Euro Vergleichssumme, Landgericht München 10 O 323/16

Versicherungsrecht – Unfallversicherung – Leistungsablehnung – Vollinvalidität

Der Kläger zog sich nach einem Treppensturz folgende Verletzungen zu:

  • Multiple Kalottenfrakturen rechts occipital, temporal sowie parietal
  • Felsenbeinfraktur rechtsseitig
  • Kiefergelenksfraktur rechtsseitig
  • Traumatische SAB sowie nicht raumfordernde Kontusionsblutungen rechts parietal und links fronto- temporal sowie eine Einblutung in die vorbestehende Arachnoidalzyste
  • Produktives Delier

Trotz des eindeutigen Sachverhalts lehnte die Unfallversicherung die Leistungen vollständig ab. Sie führte aus, dass für den streitgegenständlichen Unfall kein Versicherungsschutz bestehe, da Unfälle, die durch eine alkoholbedingte Bewusstseinsstörung eintreten, vom Versicherungsschutz ausgeschlossen seien.

Im Klageverfahren wurde seitens unserer Kanzlei dargelegt, dass es gibt keine Anzeichen dafür gab, dass die Aufnahme- und Reaktionsfähigkeit des Klägers zum Unfallzeitpunkt so herabgesetzt war, dass er der Gefahrenlage nicht gewachsen war. Zudem liegt Beweislast für das Vorliegen der Voraussetzungen für einen Ausschluss des Versicherungsschutzes bei der Beklagten.

Dies sah auch die Versicherungskammer des Landgerichts München so.

Es wurde dann, vor Einholung eines Sachverständigengutachtens, ein Abgeltungsvergleich in Höhe der eingeklagten Forderung von 509.100 Euro geschlossen.

30.000 Euro nach nicht indizierter Knie-Operation; Landgericht Hannover – 19 O 275/13

Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:

Bei der Klägerin wurde im Rahmen einer Knieoperation eine Schlittenprothese implantiert, obwohl dies nach Ansicht des gerichtlichen Sachverständigen aufgrund der fortgeschrittenen Verschleißerkrankung nicht indiziert war. Die Operation wurde insgesamt grob fehlerhaft ausgeführt, was in der Folge zu erheblichen Gesundheitsschäden bei der Patientin führte.

Der Klägervertreter, Herr Rechtsanwalt Freihöfer, einigte sich im Gerichtsverfahren mit dem beklagten Operateur auf eine Entschädigungszahlung in Höhe von 30.000,- Euro für die Patientin.

10.000 Euro aufgrund einer Harnleiterverletzung und zu spät erkannten Peritonitis

Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:

Unser Mandant wurde aufgrund einer akuten Sigmadivertikulitis stationär aufgenommen, wurde jedoch am nächsten Tag wieder entlassen.

Vier Wochen später erfolgte eine erneute stationäre Aufnahme. Erst jetzte wurde die Diagnose einer gedeckten perforierten Sigmadivertikulitis mit großem retroperitonealem Abszess gestellt.

Die darauffolgende Operation wurde trotz starken Verwachsungen im Bauchraum lediglich laparoskopisch durchgeführt, ein Wechsel zur Laparotomie erfolgte nicht. Während der Operation wurde die Harnblase behandlungsfehlhaft verletzt.

Fachanwalt für Medizinrecht und Fachanwalt für Versicherungsrecht Florian Friese konnte außergerichtlich erreichen, dass die gegnerische Haftpflichtversicherung in dieser Angelegenheit eine Entschädigungszahlung in Höhe von 10.000,- Euro an den Patienten zahlte.

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